An der Nordküste Siziliens gelegen liegt Cefalù am Ausläufer des “Rocca”: einem Felsvorsprung

mit einer unschätzbaren natürlichen, landschaftlichen und historischen Schönheit.

Gekennzeichnet durch steilen und engen Gassen, Innenhöfen, Bögen und kleine Fischerhäuser

bietet Cefalù mit dem Blick auf das Meer eine der schönsten Anblicke Siziliens.

Geschichte.

Im Lande der faszinierenden Mythen von Herkules, Daphne und Diana, war Cefalù seit der Antike wegen seines Reichtums an Wasser den natürlichen Befestigungsmöglichkeiten bekannt

Im gesamten Gebiet siedelten schon in prähistorischer Zeit Menschen. Beweise dafür wurden in einigen Höhlen auf der Ostseite des “Rocca” und des steinzeitlichen Tempels der heute als “Tempio di Diana” bekannt ist entdeckt.

Die Ursprünge als städtisches Zentrum gehen wohl zurück bis in die Zeit zwischen 396 v.Chr und 858 n.Chr.

In diesem Zeitraum wurde die Stadt unteranderem von den Kathagern, den Römern, den Byzantinern und dann von den Arabern regiert.

Mit dem Eintreffen der Normannen begann eine Zeit des Glanzes und des Wohlstandes.

Die Stadt wurde passend zu einem neuen und einheitlichen Stadtbild umgebaut und erhielt eine majestätische Kathedrale.

Kunst.

Die Kathedrale ist zweifellos das monumentale Wahrzeichen der Stadt. Ihre Erbauung begann 1131 durch Ruggero II d’Altavilla, der Legende nach als Dank an Gott und die Jungfrau Maria für die Rettung aus einem heftigen Sturm auf dem Meer. Dieses großartige Gebäude kann als eine harmonischer Verschmelzung verschiedener Kulturen betrachtet werden: Römisch,Byzantinisch,Griechisch,Arabisch,Normannisch,Lombardisch und Venezianisch.

Auch wenn die Fassade, mit ihren zwei massiven Türmen mit ihren vier Ebenen und den pyramidenförmigen Dächern, mit großartigen und gleichmäßigen Proportionen überrascht, sind die Besucher doch mehr vom Inneren der Kathedrale wegen ihrer byzantinischen Mosaiken, welche die ganze Apsis bedecken und von Abbildung von Christus als Pantokrator beherrscht wird, fasziniert. Auch das “Osterio Magno” und das “Lavatoio medievale” verdienen Beachtung.

Die ehemalige Fürstenresidenz gekennzeichnet durch ihren großartigen architektonische Stil, gelegen an der

Via Vittorio Emanuele, wurde von der örtlichen Bevölkerung bis vor kurzem verwendet. Das Wasser des Cefalino fließt durch eiserne Durchlässe an den drei Mauern und befüllt die steinernen Becken wo man die sogenannte “lavatùra” betrachten kann, Steinplatten die früher von den Frauen zum Wäsche waschen benutzt wurden.

Folkloreveranstaltungen und Traditionen.

Der in den himmelragende hohe Felsen, die Sandstrände und das klare Wasser des Meeres an der Küste Siziliens machten die Stadt Cefalù zu einem der wichtigsten Badestrände und Urlaubsgebiete das es heute noch ist. Im Sommer zieht Cefalù viele Touristen aus aller Welt wegen seinen verschiedenen Veranstaltungen, die das Nachtleben in der Stadt zusätzlich bereichern an. Das Fest des Schutzpatrons ist die am besten organisierte

Veranstaltung im Laufe des Jahres. Cefalù erinnert mit diesem Fest vom 2. bis zum 6. August an den heiligen Salvatore, den Schutzheiligen der Stadt. Der letzte Tag ist dabei der Wichtigste, mit der Heiligenprozession und dem traditionellen “Ntinna a mari” Spiel.

Das Spiel hat seine Ursprünge in der Antike und es dürfen nur einheimische Fischer und Seeleute daran teilnehmen.

Die Teilnehmer müssen dabei versuchen über einen eingeseiften Stamm zu laufen der im Wasser des alten Hafen befestigt ist.

Das Ziel ist die Flagge mit dem Bildnis des heiligen Salvatores zu erreichen die am Ende des Stammes befestigt ist.

Auf dieses Spiel sind nicht nur die Teilnehmer stolz, sondern auch für die Bevölkerung, die deren Leistung bewundert.